Anna Magdalena Bernhardt

Anna Magdalena Bernhardt

Studie
Psychologie
Universität
Universität Hamburg

Neugierig arbeiten

Was lockt zur Arbeit? Als Tanzpädagogin und Psychologin (B.Sc.) interessiert mich, was Menschen bewegt. Kontroll- und Anreizsysteme rechnen für meinen Geschmack zu wenig mit Neugierde und wesentlichen Faktoren. Neben Geld und Druck wirken Größen - welche? Bedeutung. Selbstwirksamkeit. Flow. Aber auch Anerkennung, sozialer Anschluss, Spielfreude, Stolz. Die Liste ist sicher noch länger... Intrinsische Motivatoren tragen weiter – und ans Ziel.


Mit einer Arbeit über Betriebssport und Gedächtnis habe ich 2013 den Bachelor in Psychologie abgeschlossen – die lebenslange Veränderbarkeit des Gehirns hat mich dabei sehr fasziniert: wir sind ausgerichtet auf Neues! Ich möchte gerne gelingende Lernprozesse im Erwachsenenalter und wirkungsvolle Interventionen verstehen. Um Arbeitszusammenhänge zu gestalten, die für Einzelne und Organisationen produktiv, gesund und sinnstiftend sind. Seit einer Ausbildung in Konfliktmoderation und Beratung packt mich, wie Menschen gewinnbringend kooperieren können. Und wo es klemmt, wenn Kreativität und Produktivität in Arbeitsgruppen schrumpfen. Ich habe Erfahrungen als Trainerin und Moderatorin und bin Mitglied bei KoMeT e.V.

 

Warum ein Praktikum bei Kessels & Smit, The Learning Company?

Mich spricht die Idee an, auf Stärken zu setzen.
Lernen und Entwicklung von Einzelpersonen und Organisationen zu unterstützen und dabei dicht an Menschen und relevanten Fragen dran zu sein. Ich möchte Ideen, Erzählungen und Ungesagtem Sprache verleihen. Untersuchen und gestalten locken mich außerdem: Recherchiertes Wissen in tatkräftige Anregungen zu übersetzen, die Menschen und Organisationen Lust am Entdecken machen. Lernformate, die zu Reflexion und Aktion verführen.

Deshalb mache ich ein Praktikum bei Kessels & Smit, The Learning Company. In den nächsten Wochen experimentiere, lese und schreibe ich rund um jobcrafting, storytelling und flow.

 

Jobcrafting, storytelling & flow

Jobcrafting betitelt die Idee, dass Arbeitnehmer aktiv Aufgaben, Beziehungen und Bezüge ihrer Arbeit gestalten; sie tun das, weil sie an ihrer beruflichen Identität und Bedeutung stricken. Ich finde dieses Konzept spannend, weil es um die  Passung von Person, Arbeit und Organisation geht. Wenn der Arbeitgeber Freiheitsgrade für jobcrafting gewährt, hat er engagierte Mitarbeiter zu gewinnen. Den Mitarbeiter lockt Flow, dieses verheißungsvolle Land zwischen Langeweile und Überforderung und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

Storytelling – das narrative Bedürfnis, sich und anderen eine (gute) Geschichte zu erzählen, die Sinn und berufliche Identität stiftet - betont Autorenschaft und Verantwortung. Storytelling ist Antrieb und Strategie: den eigenen Beitrag in einem größeren Zusammenhang sehen bzw. stellen. Die Gefahr des jobcrafting liegt in der Übertreibung → überstrapazierter Individualismus und selbstbezogene Erschöpfung. Diesem Gruselbild entgeht, wer bei sich selbst beginnt, aber dort nicht stehen bleibt, sondern gemeinsam mit Anderen Inhalt und Formate der Zusammenarbeit gestaltet. Auch das ist ein Ansatz, im Beruflichen Neugierde nachzugehen - wohlwissend und wertschätzend - dass viele andere Menschen und Umgebungsfaktoren die Berufsbiographie „mitschreiben“. In meinem Praktikum möchte ich jobcrafting zwischen Organisation und Individuum erkunden.


Weitere Erfahrungen